Wie gefährlich ist es im Wald und auf der Wiese?

Wer die Welt nicht von Kind auf gewohnt wäre, müsste über ihr den Verstand verlieren. Das Wunder eines einzigen Baumes würde genügen, ihn zu vernichten.
Christian Morgenstern

 

Für einige Kinder ist der Aufenthalt in der Natur etwas Selbstverständliches, für Einige etwas Ungewohntes, Neues. Aber es ist nicht gefährlich!

Hier finden Sie einige Informationen zu Themen, die immer mal wieder zu Unbehagen bei Aufenthalten in der Natur führen.

Zecken

Zecken sind kleine Spinnentiere. Sie ernähren sich vor allem im Erwachsenenstadium vom Blut anderer Lebewesen, auch vom Menschen. Die Weibchen verhaken sich mit ihrem Stechapparat im Wirtstier und nehmen dort über mehrere Tage Blut zu sich. Dabei können sie Erreger übertragen, die zum Teil schwere Krankheiten auslösen können: z. B. FSME und Borreliose.

Jena und Umgebung zählen für FSME zu den Risikogebieten. Ob Sie Ihre Kinder dagegen mit einer Impfung schützen wollen, unterliegt allein Ihrer Entscheidung.

Borrelioseerreger tragen die Zecken in ganz Deutschland in sich, es gibt aber keine Impfung dagegen.

Die empfohlene lange Kleidung stellt vielleicht einen geringen Schutz gegen Zecken da, aber ein allabendliches Absuchen sollte nach einem Waldausflug zur Routine werden. Entdecken wir bei Ihren Kindern Zecken, entfernen wir sie sofort.

Wir möchten Sie auf Internetseiten verweisen, wo Sie sich detailliert informieren können:

www.zecken.de  www.rki.de

Fuchsbandwurm

Was gibt es Leckereres als mal eben eine Himbeere im Wald naschen??

In Deutschland gibt es jedes Jahr nur einige wenige Erkrankungen, die durch den Fuchsbandwurm beim Menschen verursacht werden – das vor allem im Süden. Thüringen zählt nicht zu den Risikogebieten, infizierte Füchse nehmen aber zu.

Der Mensch tritt dabei als Fehlwirt im Larvenstadium auf. Eier können über den Kontakt des Menschen mit Wirten (Hund, Katze, Fuchs) übertragen werden, wenn Eier am Fell der Wirte haften. Verseuchte Erde könnte auch ein Übertragungsweg sein. Ob und wie Eier über Beeren und Pilze in den Menschen gelangen, ist nach wie vor ungeklärt. Nach Prof. Kern (Universität Ulm) gibt es keinen Beleg dafür, dass beim Verzehr von Waldbeeren ein Risiko besteht, sich mit dem Fuchsbandwurm zu infizieren. In wissenschaftlichen Untersuchungen waren dagegen andere Risikofaktoren auszumachen, die eine wesentlich größere Rolle spielen, zum Beispiel die Haltung von Hunden.

Das Robert-Koch-Institut empfiehlt aber, bodennahes Obst/Gemüse zu waschen und/oder zu kochen. Nach Bodenkontakt sollte man sich die Hände waschen.

An markanten Stellen im Gelände wie Baumstümpfen, Kuppen, Wegkreuzungen und Felsen werden wir keine Pflanzen und deren Früchte sammeln, da hier die Füchse gern ihr Revier durch Kot markieren. Alles wird danach gewaschen: Sammelgut und Hände!

Wir können bei einer Veranstaltung die doch recht unwahrscheinliche Aufnahme von Bandwurmeiern nicht 100 % ausschließen.

Wir möchten Sie auf Internetseiten verweisen, wo Sie sich detailliert informieren können:

Internisten im Netz, Universität Würzburg